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Das Kind - Fragmente einer Verdrängung
Surreale Prosa. 160 Seiten.
Das Thema ist die Verdrängung eines Verlustes. Ein Kleinkind ist gestorben.
Die Eltern weisen sich selbst die Schuld zu, ob berechtigt oder nicht.
Was möglicherweise passiert ist, was mit den Eltern geschieht und was in ihnen vorgeht,
zeigen die einzelnen Fragmente skizzenhaft auf. Mit nur wenigen Elementen und Metaphern wird
die seelische und geistige Verfassung der Eltern beleuchtet. Immer wieder schaltet sich in das Geschehen
die Stimme des Kindes, das auf surreale Weise die Eltern beobachtet und auf eine eigene,
manchmal heitere Art die aktuelle Lage und die Nacht des Todes beschreibt.
Es gibt keine direkte Handlung,
dennoch erzeugt sich eine Spannung. Jedes Fragment steht für sich, und doch bauen die einzelnen Fragmente aufeinander auf.
Durch die vorgegebene Gliederung entsteht schließlich ein Bild der Situation.
Der Inhalt ist verstörend und beklemmend und wirkt wie ein Rätsel.
Die Zerschneidung des Himmels
Lyrik. 100 Seiten. 66 Gedichte über kleine Tragödien, große Spannungen, mittlere Beobachtungen und über das Umherirren zwischen allen drei. Thematisch unterteilt in sechs Kapitel, die jeweils ein anderes Thema behandeln.
Eine Kostprobe:
In der Spannweite des Habichts
Hier - liegen wir entbeint
mitten auf dem weißen Gelände
Unsere Reste haben keine Verwendung mehr
und stören selbst uns
Du - zeigtest mir noch den Aufwind
den Punkt kleiner als wir von oben betrachtet
Wir - aufgetischt wie jeden Tag
verloren uns bereits zwischen seinen Stürzen
Irgendwo noch - ein Rascheln flieht vor dem Schatten
und kann die Weite nicht mehr ermessen
Nun - alles ist wie wir
belastet mit dem fremden Mahl
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Im Geäst ihr helles Licht (erscheint im Herbst 2026)
Lyrik. Gedichte über die Mutter. Zwischen Trauer, Erinnerung und Abschied.
Kostprobe:
mutter
ich öffnete die tür, trat ein und ich schloss sie
hinter mir blieb eine rege welt
hinter mir war eine mär
sie lag auf dem boden und schlief
als ich sie fragte: warum schläfst du hier
antwortete sie: das bett ist besetzt von mir
ich ging zu ihrem bett und sie lag dort auch
doch viel kleiner, vertrocknet
und halb entflogen in eine dunkle welt
ich nahm sie in meine arme
und ich trug sie zu ihr
Angst vor Alligatoren (erscheint im Q1 2026)
Prosa in Briefform und neun Gedichten . 150 Seiten,
über die toxische Liebe im Internet, Ghosting, Love-Scammer, die Gefahren und die Befreiung daraus.
Kostprobe:
...
danke für den Brief, den ich nicht erhielt. Deine Wörter,
die du mir nicht schriebst, sind voller Leere, die zwischen
den unsichtbaren Buchstaben den ganzen Brief erfüllt. So endlos,
so tief berührend, so zweifellos von dir. Das Blatt auf dem sie nicht
stehen ist wie kahle unbewohnte Gegend. Sie beschreibt vor allem das,
was nicht ausgesprochen ist. Alles, was du mir verschwiegst, ist nun mehr klar,
als es jemals war. Und aus jedem Wort, das unsichtbar bleibt, werden zwei,
die ich lese. Und aus jedem dieser zwei werden immer mehr, die ich gegen
dich verwenden kann. Ob es so dein Wille war? Doch wenn nein, wann ziehst
du endlich in diese Gegend ein? Und wenn du es irgendwann tust,
möchte ich der erste Buchstabe sein. Denke daran, wenn du mir endlich schreibst.
Dein A.
… Ich kann nichts mehr tun als so tun, als wenn es dich nicht gäbe. Doch dich gibt es in mir weiter. Dich abzustreifen funktioniert nicht. Wie ein Pilz bist du eingewachsen und verbreitest dich in meinen Venen, unter meiner Haut mit einem nebelfeinen Geflecht.
… Ich friere mich für eine Weile ein, um unbeweglich zu sein. Auch wenn mein Eis schmilzt, der Wille friert jeden heißen Tropfen wieder ein. Ich möchte keine Beute sein, … noch nicht heute …